Steffen Marx
Dr.-Ing. Steffen Marx

Digitalisierung als Ingenieur Denken!

Als mein Vater 1985 zum ersten mal einen Computer mit nach Hause brachte, war ich vom ersten Moment an gefesselt. Es war ein Robotron 1715, der Standard PC der DDR, ausgestattet mit unglaublichen 64Kb Arbeitsspeicher und 2,5 MHz Prozessor ;-). Der Preis eines solchen Gerätes war damals schlappe 5.000,- bis 10.000,- Ostmark und der Rechner konnte nicht im Handel erworben werden. So kam ich bereits als kleiner Junge in Berührung mit Basic, Pascal und verschiedenen Spielen. Die Datenbank Software Redabas (der dbase Klone) hatte mich zu dieser Zeit noch nicht interessiert. Vielmehr die Programmierung von Spielen über Basic. Da ich so einen Rechner nicht dauernd verfügbar hatte, war die Teilnahme in der AG Club junger Mathematiker obligatorisch. Hier hatte ich endlich Zugang zu den Kleincomputern der DDR dem KC85 bzw. später dem KC87 und uns wurde zudem Basic beigebracht. Diese digitale Begeisterung hat sich bis heute bei mir erhalten und ich habe mich schon damals gefragt, wie kann ich diesen Rechner Leben und Persönlichkeit einhauchen. Heute kenne ich die Methoden, die diesen Traum ermöglichen könnten.

Was würde ein guter Kollege über Steffen Marx erzählen?

Steffen Marx hat seinen Doktor 2011 auf dem Gebiet der Verkehrsströmungslehre gemacht. Als Wissenschaftler war er bis 2015 für die Technische Universität Dresden tätig und hat Forschung auf dem Gebiet der Optimierung sowie Modellierung von Verkehrsprozessen durchgeführt. Außerdem konnte er in Lehrveranstaltungen und bei der Betreuung von Studien- und Diplomarbeiten sein Wissen an Studenten weitergeben. In seinem Spezialgebiet der Verkehrsströmungslehre oder wie wir es Neudeutsch ausdrücken würden: big data analysis, machine learning, network optimization and predictive analysis kennt er sich sehr gut aus und verfügt hier sehr viel Wissen und Können. Davor war er für mehrere Luftverkehrsgesellschaften tätig und zudem selbstständiger IT-Berater sowie Webentwickler der ersten Stunde. So kam er früh in die Situation, umfangreiche Daten auszuwerten und statistische Modelle aufstellen zu müssen. Nun hilft er Unternehmen als technologischer Berater die Herausforderungen der Digitalisierung optimal zu meistern und aktiv mit zu gestalten. Hierbei kann er auch seine fundierten Fähigkeiten zielgerichtet anwenden. Auch sind ihm digitale Geschäftsmodelle kein Fremdwort. Mit seinem Lehrauftrag hilft er jungen Menschen, sich schon im Studium auf die unterschiedlichen Rollen im Berufsleben vorzubereiten. Seine Erfahrungen aus der Industrie und Forschung kann er hier Studenten sehr anschaulich und praxisorientiert weitergeben. Er engagiert sich privat für SOS Kinderdorf und möchte, dass es benachteiligten Kindern bessergeht. Ihnen interessieren Sport, Psychologie und fremde Kulturen aber auch internationale Politik und Unternehmertum.

Meine Vision für eine digitale Welt.

„Menschen ermöglichen optimal wirksam zu sein und über sich hinaus zu wachsen.“

Was das heißt? Als aufmerksamer und kritischer Beobachter kann ich überall Ineffizienzen in unserer Gesellschaft erkennen. Das fängt in unserem Bildungssystem an und geht über die Frage, welche Aufgaben Menschen beruflich ausführen müssen und dem Ärgernis wie ineffektiv Ressourcen wie zum Beispiel der PKW genutzt wird. Das einzige Kapital was ein Mensch hat, ist nicht Geld, sondern Zeit. Gegen die Verschwendung von wertvoller Lebenszeit von Menschen leiste ich meinen Beitrag und sei es nur darüber, dass ich den Finger in die Wunde halte. Wenn es Ihnen genauso geht und Sie Menschen dabei unterstützen wollen mehr vom Leben zu haben, dann sollten wir unbedingt Zusammenarbeiten.

Welche Grundeinstellung werden Sie bei mir erleben?

Besser Vordenken als Nachdenken: Ja, es ist immer gut aus Fehlern zu lernen und über sich selbst nachzudenken. Was ist aber mit dem Vordenken? Ist es immer so überraschend, was passieren wird? Eins lehrt uns die Statistik: Zufälle gibt es, aber selten!

Lieber Hinhören statt Zuhören: Jeder behauptet, dass er anderen Menschen zuhören kann. Das ist prima, aber ist es nicht auch wichtig, herauszufinden, was der Gegenüber einem eigentlich sagen möchte. Und ist es nicht auch wichtig, für eine ehrliche Kommunikation zu sorgen und nicht um den heißen Brei herum zu reden?

Mehr Durchblick wie Einblick: Viele wissen viel und können dieses Wissen auch prima in Power Point Folien überführen. Was in der Praxis aber meist zu kurz kommt ist das Ergebnis jenseits bunter Folien. Keiner der je wunde Finger beim Programmieren bekommen hat, kann wirklich verstehen, was Digitalisierung bedeutet.

Erst effektiver dann Effizienter: In der Praxis erleben wir meist, dass operational statt strukturell Veränderungsarbeit geleistet wird. Was soll das bringen der schnellste und günstigste Hufschmied zu sein, wenn die ehemaligen Kunden mit dem Auto vorbeifahren und winken?

Eher Leidenschaft als Kalkül: Gerade in Deutschland zeigt sich oft eine Kultur von Bedenkenträgern und Ja-Aber-Mentalität. Leider führt diese Einstellung dazu, dass andere schneller sind und das Geschäft machen. Es gibt in der Praxis viele Beispiele, dass Zurückhaltung bei der Einführung von Innovationen zum Untergang des betreffenden Unternehmens geführt hat. Aber noch nie ist ein innovationsfreudiges Unternehmen komplett gescheitert. Besser Sie entscheiden sich Raubtier, statt Beute zu sein!

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